CXCII TIEF IM TEUFELSMOOR

Bildschirmfoto 2015-10-25 um 14.36.49

Der Mond hängt tief im Teufelsmoor,
der Nebel liegt und wartet.
Ein einsamer Verzweifelter,
der durch das Dickicht watet,
sucht nach seinem Sohn,
er floh von Zuhaus.

In einer lauen Sommernacht,
schreienden streitenden Eltern,
hatte er sich aufgemacht,
um seine eigenen Welt
ab jetzt zu erschaffen.

In seinem Gepäck ist eine Melodie,
nichts als eine Melodie.
Die steigt er rauf und runter.
Sie hält ihn, wenn er müde ist
und sie singt ihn die kalte Nacht,
sie macht ihn morgens munter.

Das letzte Brot ist längst gegessen,
er träumt gedeckte Tafeln
mit Pfirsich und mit Schnitzel,
mit Nudeln und Falafel.
Doch alles in der Näh
ist nur eine Melodie.

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